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Tiefe Wassergräben bei DICA-Panel

Jérôme Hamacher, Michael Bartholl, Sebastian Stricker, Linus Lingg

Beim heutigen Panel des Drink Innovation Campus (DICA) zum Thema "Wasser und Nachhaltigkeit" prallten Welten aufeinander.

Michael Bartholl, Geschäftsführer bei Franken Brunnen, beklagte, dass Mineralwasser immer wieder mit Dürren in Verbindung gebracht werde. Faktisch werde es aber erst ab 35 Metern unter der Erde gewonnen und stehe mit solchen Naturkatastrophen nicht im Zusammenhang. Es gehe vielmehr darum, regionale Absatzstrukturen zu fördern und weitere Poollösungen bei Flaschen einzuführen (nach dem Ende der derzeitigen Glas- und Flaschenknappheit), um das Produkt Mineralwasser so nachhaltig wie möglich zu machen.

Sebastian Stricker vom Berliner Start-Up Share, das sich als Marke für nachhaltigen Konsum etablieren will, sieht das anders. Das einzig sinnvolle Wasser für den Konsum aus seiner Sicht: Leitungswasser. Abfüllung und Transport von Wasser, teils gar in andere Länder, findet er absurd.

Der Schweizer Linus Lingg, der mit Bottle+ Sprudelwasser für unterwegs durch einen integrierten Gastank in einer wiederverwendbaren Trinkflasche anbietet, betonte dagegen die produktive Zusammenarbeit von etablierten und jungen Unternehmen. Wenn es gelänge, die Transportwege insgesamt zu verringern, sei schon viel gewonnen. Dennoch hoffe er, dass in zehn Jahren kein Mineralwasser mehr abgefüllt werden müsse.

Bartholl sprach sich wenig überraschend gegen jede Art von "Konsumdiktaten" aus.

Dritter Finalist der DICA Start-up Pitches steht fest

Weniger aufgeregt ging es zuvor bei der dritten DICA Pitch Session zu. Alexander Kouril stellte seine Cloud-Plattform für KI basierte Produktionsplanung Operaize vor, Joshua van Dijk von Matchachin erklärte den nachhaltigen und sozialen Ansatz seines Guayusa-Tees aus dem Amazonas Regenwald und das Start-up Cupex versuchte, die Jury mit seinem wiederverschließbaren Mehrwegdeckel für Coffe-to-go zu überzeugen.

Am Ende machte aber Marcus Lebesmühlbacher mit seinem Start-up Holloid das Rennen. Holloid liefert mulitdimensionale Echtzeitdaten über physikalische Eigenschaften von Zellen und anderen Kolloiden auf der Grundlage von 3D-Bildgebung. Lebesmühlbacher richtet sich mit seiner Lösung an die F&B-Branche, aber u.a. auch an die Pharma- oder Kosmetik-Industrie. Am Freitag trifft er im Finale auf Malek Wolf (Packwise) und Dirk Widmann (Flowsight). Der vierte und letzte Finalist wird in der morigigen Pitch Session gesucht. 

 

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