Geographisch nicht ganz tritttsicher und auch ansonsten desorientiert hat sich die Hannoversche Linke vor wenigen Stunden bemüßigt gefühlt, den Kauf der Brauerei Herrenhäuser durch Wittinger (wie gestern gemeldet) zu kommentieren: "Gemischte Gefühle" rufe bei ihm die Übernahme durch die "süddeutsche Brauerei Wittinger" hervor, vermeldet der Linken-Fraktionschef im Hannover Rathaus, der Gymnasiallehrer für Deutsch und Politik Michael Höntsch. Nun liegt Wittingen zwar eher nördlich von Hannover und damit erst recht in Niedersachsen, dafür blubbert Linken-Fraktionschef in Bezug auf die 72 Arbeitsplätze bei Herrenhäuser: „Ich habe Zweifel daran, ob das wirklich die beste Alternative war, insbesondere nachdem sich ein Großteil der Belegschaft öffentlich hinter die bisherige Geschäftsführung gestellt hat (...) Offenbar hatte der Insolvenzverwalter kein Vertrauen mehr in die Fachkompetenz des Eigentümers.“
Sieht ganz so aus - der Antrag des Ex-Inhabers Manfred Midddenorff auf Planinsolvenz wurde von der Gläubigerversammlung (und damit nicht vom Insolvenzverwalter) auch allem deshalb abgelehnt, weil es wesentlich wahrscheinlicher schien, dass die Arbeitsplätzte unter einem neuen Investor Wittinger erhalten bleiben.



