Als vergangene Woche das Münchner Umweltinstitut Alarm schlug, weil es in diversen deutschen Bieren Rückstände des Pestizids Glyphosat gefunden hatte (INSIDE 746: "Brandsatz auf Bier"), schwappten schnell Reaktionen und Emotionen hoch. Ein kurzer Zwischenstand:
- Das Münchner Umweltinstitut, das den vermeintlichen "Skandal" um Glyphosat im Bier ins Rollen gebracht hatte, schießt auf die Kritik an den eigenen Messmethoden zurück und "bittet" das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) "um die Überprüfung unserer Untersuchungsergebnisse. Denn wir sind uns sicher: Wenn das BfR unseren Test mit einer ausreichend sensiblen Testmethode wiederholt, wird es vergleichbare Glyphosat-Werte im Bier finden." Das BfR habe bei einer früheren Untersuchung von Rückständen in Muttermilch "Entwarnung auf Grundlage einer Testmethode gegeben, die überhaupt nicht dazu geeignet war, die früheren Ergebnisse zu überprüfen." Das "schürt Zweifel an der Rolle des BfR". Das BfR selbst hatte schon letzte Woche argumentiert, Glyphosat-Rückstände im Bier seien "aus wissenschaftlicher Sicht grundsätzlich erwartbar", aber unbedenklich.
- Eine für die Bundesregierung rechtlich nicht bindende Abstimmung im Bundestag über einen Stopp der Widerzulassung von Glyphosat endet wie erwartet: Vor allem die Mitglieder der großen Koalition stimmen gegen den Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. In der Union wie in der SPD gibt es aber Abweichler. Insgesamt stimmt eine Mehrheit von 446 Stimmen gegen den Antrag. 117 Abgeordnete votieren mit ja und drei Abgeordnete enthielten sich der Stimme.
Eine Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag wendet sich gegen den Stopp der Wiederzulassung für <link http: www.topagrar.com themen glyphosat-1774512.html tag-themes>Glyphosat. Vor allem die Mitglieder der großen Koalition stimmen gegen einen Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. In der Union wie in der SPD gibt es aber Abweichler.
Der Bundestag hat am Donnerstag mit einer Mehrheit von 446 Stimmen den Antrag der Grünen mit dem Titel „Vorteilige <link http: www.topagrar.com themen neuzulassung-1781232.html tag-themes>Neuzulassung von <link http: www.topagrar.com themen glyphosat-1774512.html tag-themes>Glyphosat stoppen“ abgelehnt. Lediglich 117 Abgeordnete votieren mit ja und drei Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Die beiden Oppositionsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und die Linke stimmten geschlossen für den Antrag
Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: www.topagrar.com/news/Home-top-News-Mehrheit-im-Bundestag-fuer-Glyphosat-2823893.html
Eine Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag wendet sich gegen den Stopp der Wiederzulassung für <link http: www.topagrar.com themen glyphosat-1774512.html tag-themes>Glyphosat. Vor allem die Mitglieder der großen Koalition stimmen gegen einen Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. In der Union wie in der SPD gibt es aber Abweichler.
Der Bundestag hat am Donnerstag mit einer Mehrheit von 446 Stimmen den Antrag der Grünen mit dem Titel „Vorteilige <link http: www.topagrar.com themen neuzulassung-1781232.html tag-themes>Neuzulassung von <link http: www.topagrar.com themen glyphosat-1774512.html tag-themes>Glyphosat stoppen“ abgelehnt. Lediglich 117 Abgeordnete votieren mit ja und drei Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Die beiden Oppositionsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und die Linke stimmten geschlossen für den Antrag
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Der Münchener „Verein zur Erforschung und Verminderung der Umweltbelastung“ fordert nun das Bundesinstitut auf, „Klarheit zu schaffen und unsere Testergebnisse durch eigene Untersuchungen zu überprüfen“, heißt es in einem Schreiben an die Bundesbehörde.
Sensible Testmethode
Die verwendete Testmethode müsse nur ausreichend sensibel sein, dann käme auch das BfR zu dem Ergebnis der Münchener, sind diese überzeugt. Um die vom Umweltinstitut gefundenen Werte bestätigen zu können, dürfe die Quantifizierungsgrenze höchstens 1,00 Mikrogramm je Liter (µg/l) betragen.
Beim Thema Unkrautvernichtungsmittel im Bier solle das BfR den Test des Instituts mit eigener Methodik wiederholen – wenn diese denn ebenso genau wie die des Umweltinstituts sei.
Umweltinstitut drängt auf weitere Tests | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/staedte/warstein/umweltinstitut-draengt-auf-weitere-tests-aimp-id11617085.html
Der Münchener „Verein zur Erforschung und Verminderung der Umweltbelastung“ fordert nun das Bundesinstitut auf, „Klarheit zu schaffen und unsere Testergebnisse durch eigene Untersuchungen zu überprüfen“, heißt es in einem Schreiben an die Bundesbehörde.
Sensible Testmethode
Die verwendete Testmethode müsse nur ausreichend sensibel sein, dann käme auch das BfR zu dem Ergebnis der Münchener, sind diese überzeugt. Um die vom Umweltinstitut gefundenen Werte bestätigen zu können, dürfe die Quantifizierungsgrenze höchstens 1,00 Mikrogramm je Liter (µg/l) betragen.
Umweltinstitut drängt auf weitere Tests | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Der Münchener „Verein zur Erforschung und Verminderung der Umweltbelastung“ fordert nun das Bundesinstitut auf, „Klarheit zu schaffen und unsere Testergebnisse durch eigene Untersuchungen zu überprüfen“, heißt es in einem Schreiben an die Bundesbehörde.
Sensible Testmethode
Die verwendete Testmethode müsse nur ausreichend sensibel sein, dann käme auch das BfR zu dem Ergebnis der Münchener, sind diese überzeugt. Um die vom Umweltinstitut gefundenen Werte bestätigen zu können, dürfe die Quantifizierungsgrenze höchstens 1,00 Mikrogramm je Liter (µg/l) betragen.
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- Wenige Tage vor der EU-Abstimmung über eine Verlängerung der Zulassung des Pestizids bis 2031 erheben auch die Kirchen Einspruch. Die geplante Zulassungsverlängerung sei aus kirchlicher Sicht ein "fatales Zeichen einer verfehlten Agrarpolitik", die sich verheerend auf Entwicklungsländer auswirkt, warnt die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO) und der Weltdachverband der Kirchenhilfswerke CIDSE.
- Derweil trommeln die Hersteller von Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln erwartbar für die EU-Zulassung. Man gehe von einer "qualifizierten Mehrheit" im EU-Parlament aus, hieß es heute dazu.
Thoralf Küchler als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG)
Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: <link http: www.topagrar.com news acker-agrarwetter-ackernews-glyphosat-hersteller-erwarten-verlaengerung-der-zulassung-2830553.html>www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Glyphosat-Hersteller-erwarten-Verlaengerung-der-Zulassung-2830553.html
Die Hersteller von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln erwarten, dass sich die EU-Mitgliedstaaten für eine Verlängerung der Zulassung für den Wirkstoff um weitere 15 Jahre entscheiden. In Deutschland könnte es noch zu Auflagen kommen. Auch ein Verbot von Glyphosat für den privaten Bereich ist möglich.
„Wir gehen von einer qualifizierten Mehrheit für die Verlängerung in der kommenden Woche aus“, sagte Thoralf Küchler als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG) vor Journalisten in Berlin.
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Die Hersteller von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln erwarten, dass sich die EU-Mitgliedstaaten für eine Verlängerung der Zulassung für den Wirkstoff um weitere 15 Jahre entscheiden. In Deutschland könnte es noch zu Auflagen kommen. Auch ein Verbot von Glyphosat für den privaten Bereich ist möglich.
„Wir gehen von einer qualifizierten Mehrheit für die Verlängerung in der kommenden Woche aus“, sagte Thoralf Küchler als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG) vor Journalisten in Berlin.
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Die Hersteller von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln erwarten, dass sich die EU-Mitgliedstaaten für eine Verlängerung der Zulassung für den Wirkstoff um weitere 15 Jahre entscheiden. In Deutschland könnte es noch zu Auflagen kommen. Auch ein Verbot von Glyphosat für den privaten Bereich ist möglich.
„Wir gehen von einer qualifizierten Mehrheit für die Verlängerung in der kommenden Woche aus“, sagte Thoralf Küchler als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (AGG) vor Journalisten in Berlin.
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- Die SPD-Bundestagsfraktion wurstelt sich um die zentrale Frage rum und fordert: Kein Glyphosat in Haus- und Kleingärten sowie auf kommunalen Flächen.
- Die NGO Global 2000 kündigt an, den US-Staatguthersteller Monsanto, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Zusammenhang mit dem Pestizid Glyphosat anzuzeigen. Die NGO sieht schwere Mängel bei der Vorgehensweise, die zur Beurteilung des Mittels als „nicht krebserregend“ führten.
- Quer durch die deutsche Brauereiszene kommt es zu Nachkontrollen. Wer sich sicher ist, dass in seinen Bieren - mutmaßlich - kein Glyphosat enthalten ist, kommt aus der Deckung, so u.a. die SchwarzbräuZusmarshausen. Andere sind vorsichtiger. Beim Brauhaus Tegernsee heißt, das Bundesinstitut für Risikobewertung habe den ADI-Wert für die Menge an Zusatzstoffen, die man täglich zu sich nehmen darf, für Glyphosat auf 0,3 Milligramm pro Körpergewicht festgelegt. Bei der letzten eigenen Messung von Tegernseer Bieren habe der Glyphosat-Wert bei 0,018 Milligramm gelegen. Außerdem sei das Brauhaus an das Monitoring System des Deutschen Brauerbundes angeschlossen.
- Ulrich Karl Tröger, Braumeister im Siegburger Brauhaus, bereichert die Diskussion laut Rhein-Sieg Rundschau um die steile These, "man schmecke, ob und mit welchem Stoff das Bier verunreinigt ist".
- Die Mehrheit der Deutschen ist einer heute veröffentlichten Studie der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung zufolge deutlich mit Glyphosat belastet. Basis sind Urin-Proben von rund 2000 Testpersonen. Demnach sind die Glyphosatrückstände im Urin bei 75 Prozent der Probanden mit mindestens 0,5 Mikrogramm pro Liter fünfmal so hoch wie der Grenzwert für Trinkwasser mit 0,1 Mikrogramm pro Liter. Insgesamt ließen sich demnach bei 99,6 Prozent der Probanden Glyphosatrückstände nachweisen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sagt dazu: Glyphosatnachweise im Urin seien in geringen Konzentrationen zu erwarten - "sie zeigen, dass Glyphosat, vorwiegend mit dem Urin, rasch wieder ausgeschieden wird."



