Behördliche Untersuchungen aufgrund von Hygienproblemen (und im Anschluss die mediale Aufbereitung durch Foodwatch) hatten den Stein ins Rollen gebracht. Horst Beyer, in vierter Generation Chef der Kulmbacher Mälzerei Johann Zeitler, vermochte ihn nicht mehr aufzuhalten. Seit Oktober wird nicht mehr produziert, nun hat der Traditionsbetrieb nach 155 Jahren endgültig zugemacht. Die rund 60 Kunden (u.a. Augustiner) müssen sich andere Lieferanten suchen.
Zeitler wird nach Brancheneinschätzung nicht der letzte Mälzer sein, der die Segel streicht. Für 2022 wird mit weiteren Schließungen gerechnet. Sprunghaft gestiegene Energie- und vor allem Gerstenpreise drücken die gesamte Malzbranche derzeit an die Wand.

