Schluss mit lustig: Die sich sonst eher locker gerierenden Brause-Leute von Fritz-Kola in Hamburg ziehen in Sachen FritzAle die Daumenschrauben an. Per Anwalt lassen die vorgeblichen Underdogs aus dem Norden derzeit dem Bonner Klein-Kunstbrauer Fritz Wülfing die weitere Verwendung des Ende 2012 markenrechtlich geschützten Namens untersagen. FritzAle selbst gibt es unter diesem Namen bereits seit 2010.
Inwieweit das Vorgehen der Hamburger Kola-Fritzen dem Image der eigenen Marke zuträglich ist, wird sich erst noch erweisen; im Internet (und hier vor allem auf Facebook) tobt ein Kampf um die Deutungshoheit, an dem sich Wülfing (der die Sache am liebsten ohne großes Aufheben bereinigen möchte) selbst gar nicht beteiligt. Der Name fritz-kola wie auch andere fritz-Verbindungen der Hamburger sind u.a. als Europäische Marken geschützt; allerdings hat sich auch die Homburger Karlsberg Holding den Namen "Fritz" für Bier schützen lassen - und zwar schon 1990. Karlsberg hält auch die (deutschen) Namensrechte an "Fritz-Bräu". Zudem gibt es eine ganze Reihe anderer "Fritz"-Namensverwender. Als Europäische Gemeinschaftsmarke angemeldet hat die fritz-kola GmbH den Namen "fritz" erst vor wenigen Tagen - am 8.10.2013.



