Die deutschen Brauerer müssen sich wohl auf steigende Gerstenpreise einstellen: Zum heutigen Tag des Bieres warnt der Vorsitzender der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätsgetreide in Bayern, Leonhard Keller, vor einem dramatischen Rückgang im Braugersteanbau. In diesem Jahr könnten in Bayern nur noch 100 000 bis 105 000 Hektar angebaut werden - ein Rückgang von 15 bis 20 Prozent innerhalb eines Jahres. Auch in ganz Deutschland und Europa sei der Anbau von Braugerste rückläufig. Der Preis für Braugerste sei innerhalb von zwei Jahren von 25 Euro je 100 Kilogramm auf aktuell knapp 10 Euro gesunken - da lohne sich der Anbau nicht mehr. Keller sagte dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt, nach dem Rekordpreishoch im Jahr 2007 mit über 30 Euro je 100 Kilogramm habe es die gesamte Branche versäumt, regionale Wertschöpfungsketten durch langfristige Partnerschaften aufzubauen. (23.04.2010, 12:11 Uhr)


