Der Kontrakte-Irrsinn bei Hopfen-Einkäufen geht auch in Zeiten vollkommen unkalkulierbarer Energie- und Rohstoffpreise weiter. INSIDER berichten nach wie vor von bis zu zehnjährigen Kontrakten zwischen Landwirten und Handel und immer noch vier- bis fünfjährigen Kontrakten zwischen Handel und Brauern.
Die diesjährige Ernte (2022) ist nach internen Schätzungen zu 90% verkauft, wenn es bei der avisierten Erntemenge für 2022 bleibt. Nach zwei guten Ernten in den Coronajahren 2020 und 2021 (bei gleichzeitig geringen Abverkäufen) liegen derzeit noch genug Reserven in den Lagerhäusern, für die neue Ernte rechnen Experten aber mit steigenden Kosten.
Trotzdem auch hier: alles sehr volatil. Der Hopfenhändler Eisemann prognostiziert in seinem Marktbericht, „dass die Exporte von Hopfenprodukten nach Belarus, Ukraine und Russland nicht stattfinden werden, da die Transportmöglichkeiten fehlen“. Wie sich wiederum das auf die Märkte auswirkt, ist noch nicht abzusehen.
Artikel aus INSIDE-Ausgabe 903


