Nach Schätzungen des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) und des Naturschutzbundes Deutschland NABU wird die deutsche Apfelernte im Streuobstbau in diesem Jahr nur rund 500.000 Tonnen betragen. Damit würde sie deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2008 in Höhe von knapp 900.000 Tonnen liegen.
VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger und NABU-Fachmann Dr. Markus Rösler fordern von der Politik eine bundesweite Streuobsterhebung, um der Bedeutung des Wirtschaftszweigs gerecht zu werden. Heitlinger: "Für viele unserer über 400 Mitgliedsbetriebe stellt die Ablieferung der Äpfel und Birnen aus dem Streuobstbau eine wichtige Existenzgrundlage dar. Nach der Auflösung der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) stehen weniger obstbaurelevante Daten zur Verfügung. Daher ist es für uns umso wichtiger, abschätzen zu können, wie die stark schwankende Streuobsternte ausfällt“.
Nach Ansicht des VdF werden bundesweit 40 bis 50 Prozent der Ernte durch Keltereien erfasst und zu Getränken verarbeitet – das ergibt im Durchschnitt rund 400 Millionen Liter im Jahr oder rund 10% des Gesamtsaftmarkts. (13.08.2009, 13.58 Uhr)


