Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde BWB greifen im Kampf gegen illegale Preisabsprachen im Lebensmitteleinzelhandel weiter hart durch. Diesmal haben die Kärntner Privatbrauerei Hirt sowie die Braucommune in Freistadt Geldstrafen aufgebrummt bekommen, weil sie mit dem Einzelhandel die Listen- und insbesondere die Aktionspreise abgesprochen haben.
Auch der Einzelhandel muss wegen den vertikalen Abstimmungen mit Bier- und Getränkelieferanten zahlen: Das Kartellgericht hat eine Geldbuße in der Höhe von EUR 225.000 gegen den Baumarktbetreiber- AFS Franchise-Systeme GmbH verhängt.
"Die wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen betrafen bestimmte Brauerei-Produkte und alkoholfreie Getränke im Zeitraum der Jahre 2005 bis 2013. Im Rahmen dieser vertikalen Preisabstimmungsmaßnahmen wurden zwischen der AFS Franchise-Systeme GmbH und Bier- und Getränkelieferanten des Öfteren die Kurantpreise und Aktionspreise abgestimmt. Diese Wiederverkaufspreise wurden in mehreren Fällen auch umgesetzt. Dem kartellgerichtlichen Verfahren ging eine Hausdurchsuchung aufgrund eines richterlichen Hausdurchsuchungsbefehles voraus", heißt es in der Erklärung der BWB.
Zuvor waren schon Villacher Bier, die oberösterreichische Brauerei Schloss Eggenberg, die Privatbrauerei Zwettl und die Mohrenbrauerei wegen Preisabsprachen zu Geldbußen verurteilt worden


