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Notruf: Brauer machen mobil

Die deutschen Brauereien - angeführt vom Deutschen Brauer-Bund (DBB), den Landesverbänden und den Privaten Brauern - machen mobil: Offiziell morgen endet der konzertierte Aufruf zu einer Unterschriftenaktion, die in einem gemeinsamen Offenen Brief an die Politik gipfeln soll.

Der Aufruf, der laut INSIDERN auch von diversen großen Brauereien bereits unterschrieben wurde, bündelt Forderungen, die in den vergangenen Wochen bereits von verschiedenen Seiten formuliert wurden.

  • Die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III soll auf Saisonwaren und verderblichen Waren ausgeweitet werden
  • Brauereigaststätten sollen als Gastronomiebetriebe mit Anspruch auf November- und Dezemberhilfe anerkannt werden
  • Die bis 2003 geltende Biersteuermengenstaffel soll wiederhergestellt werden
  • Bei der Besteuerung von Biermischgetränken sollen nur die Zutaten berücksichtigt werden, die vor der Gärung zugegeben wurden
  • KfW-Förderkredite sollen einfach umfinanziert werden
  • Für die Gastronomie soll es eine transparente und verlässliche Öffnungsstrategie geben

Auslöser der aktuellen Initiative ist mitunter schiere Verzweiflung. Zwar wurde unlängst der Startschuss für die Überbrückungshilfe III gegeben, er kommt aber für viele Betrieb zu spät und hinterlässt gigantische Finanzierungslücken, die selbst große Häuser an den Rand der Liquidität treiben. Der Shutdown der Gastronomie (samt aller Vereinsfeiern, Karnevalsveranstaltungen und Dorffeste) reißt immer tiefere Löcher in die Kassen. Wie berichtet, konnte ein leicht erhöhter Heimkonsum die Ausfälle 2020 nicht kompensieren. Am Ende des Jahres waren gegenüber Vorjahr 5 Mio hl (oder 5,5 % Absatz) weg, das meiste davon beim wertschöpfungsstärksten Segment Fassbier.

Ware "im Wert von vielen Millionen Euro" habe bereits vernichtet werden müssen, heißt es in dem Brief, der nach der Unterschriftenaktion veröffentlicht werden soll. Vielen Betrieben drohe jetzt die Insolvenz, "obwohl sie bislang solide, nachhaltig und verantwortungsbewusst gewirtschaftet haben".

 

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