Die Bonner Monopolkommission - ein unabhängiges Gremium, das die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen berät und unter anderem die Sondergutachten wie aktuell im Fusionsfall Tengelmann/Edeka erstellt - fordert härtere Strafen bei Kartellvergehen: Bis zu fünf Jahren Haft für Manager bei Absprachen zum Nachteil Dritter.
Bei möglichen hohen Gewinnen durch Kartellabsprachen würde sich das Risiko noch immer lohnen, sagte Dieter Zimmer, Vorsitzender der Monopolkommission, der FAZ. Freiheitsstrafen seien der wirksamste Weg, um Abschreckungswirkung zu erhöhen. Das Bundeskartellamt selbst lehnt bislang Haftstrafen ab.
