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Kopf der Woche: Werner Brombach

Die Branche wird geschliffener, Figuren mit Ecken und Kanten gibt es immer weniger. Doch den wenigen, die noch da sind, schlägt umso größere Bewunderung, vielleicht auch Zuneigung entgegen. So auch Werner Brombach, dem knorrig-kauzigen Inhaber des Erdinger Weißbräus. Von 40.000 auf 1,8 Mio hl vergrößerte Brombach in den vergangenen fünfzig Jahren den Ausstoß seiner vom Vater geerbten Brauerei. Baute Erdingerzu einer Weltmarke auf. Öffnete sich und allen deutschen Brauereien mit Erdinger Alkoholfrei einen Ausweg aus der Alkoholdebatte.

 

Diesen Montag wurde Brombach 75. Und weil sich der grantelnde Inhaber inzwischen auch selbst gerne feiern lässt, richteten die allesamt geladenen Mitarbeiter ein gigantisches Geburtstagsfest mit 1.400 Gästen aus. Cheforganisator war Marketingleiter Wolfgang Kuffner, den Brombach auf dem Podium in einem Freud'schen Versprecher prompt zum "Geschäftsführer Wolfgang Kuffner" ernannte.

 

Die Laudatio hielt Ministerpräsident Horst Seehofer, der (offenbar grippegeschwächt) peinlich in Richtung Erbschaftssteuer abschweifte. Kabarettistin Monika Gruber schoss in einer Ansprache scharf gegen Paulaner (mit dessen Gastro-Gf Andreas Steinfatt sie bis vorletztes Jahr liiert war) und gegen Bitburger, deren Vertreter nach dem Benediktiner-Eklat (laut INSIDERN von Brombach persönlich) von der Gästeliste gestrichen wurden.

 

Der Brauerei will Brombach auf jeden Fall erhalten bleiben. Ein Datum für einen Rückzug gibt es nicht. Zur Zukunft seines Unternehmens deutete Brombach in seiner Dankesrede lediglich an, dass er im nächsten Jahr 50 Jahre in der Brauerei arbeiten werde. Den Gästen schwante Gutes: die nächste Jubiläumsfeier scheint gesichert...

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