Bei der außerordentlichen Ottakringer-Hauptversammlung, bei der die Aktionäre die Fusion von Ottakringer und Vöslauer - zur Ottakringer Getränke AG - abnicken sollten, gab es am Montag abend erwartungsgemäß dann doch noch Ärger: Einigen Kleinanlegern schmeckte es nicht, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte im Auftrag der Eigentümerfamilien Wenckheim und Menz die Bierbrauerei Ottakringer und den Brunnen Vöslauer etwas unterschiedlich bewertet hatten. Aus dieser Bewertung heraus hatte sich für den Fusionsvertrag ein Umtauschverhältnis von 1 Stückaktie Vöslauer zu immerhin gut 38 Stückaktien Ottakringer errechnet. Anlegerschützer Wilhelm Rasinger wetterte daraufhin, die Vöslauer-Aktie sei deutlich überbewertet; Beobachter deuten das als sanft gesteuerte Watschn für Siegfried Menz, der neben Christiane Wenckheim die Eigentümerfamilien vertritt, von der Fusion aber am meisten profitieren dürfte. Ottakringer hatte der Brau Union und damit Heineken erst vor wenigen Tagen deren 13,4 Prozent großen Anteil am Unternehmen abgekauft. (22.09.2009, 11:22 Uhr)



