Die Inflationsrate in Deutschland ist im Oktober auf den höchsten Stand seit knapp drei Jahrzehnten gestiegen. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts beträgt sie im Vergleich zum Vorjahresmonat +4,5%. Gegenüber dem Vormonat September stiegen die Verbraucherpreise um 0,5%.
Eine Teuerungsrate von +4,5% gab es den Statistikern zufolge zuletzt im Jahr 1993. Bereits im September waren die Verbraucherpreise mit 4,1% erstmals seit vielen Jahren über die 4-Prozent-Marke geklettert. Die Gründe für die seit Juli 2021 anhaltend hohen Inflationsraten sind laut Bundesamt vielfältig.
So wirkten sich unter anderem Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020 (temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze, Preisverfall der Mineralölprodukte) sowie auch die Einführung der CO2-Bepreisung seit Januar 2021 negativ auf die Gesamtteuerung aus. Besonders drastisch spürten die Menschen in Deutschland im Oktober die höheren Preise für Energie, die sich laut den vorläufigen Zahlen innerhalb eines Jahres um 18,1% erhöhten.

