Die gute Nachricht zuerst: Die Inflationsrate in Deutschland hat sich leicht abgeschwächt. Sie lag im Juli 2022 laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes bei 7,5 % (Juni: 7,6 %; Mai: 7,9 %) gegenüber Vorjahresmonat. Die schlechte: Wenn man die Nahrungsmittel isoliert betrachtet, ergibt sich ein ganz anders Bild: Hier lagen die Kosten im Juli 2022 satte 14,8 % höher als im Juli 2021.
Die Preissteigerungen bei Getränken gingen diese Entwicklung nicht mit. Mineralwasser legte um 8,8 % zu, Erfrischungsgetränke verteuerten sich um 6,2 % und Saftprodukte um knapp 4 %. Alkoholische Biere wurden 6,2 % teurer, Spirituosen 3,3 % (die Zahlen hat INSIDE jeweils aus der Entwicklung des Verbraucherpreisindex errechnet).
Erheblich teurer wurden Speisefette und Speiseöle (+44,2 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+24,2 %). Die Preise für Waren insgesamt, die unter anderem Energieprodukte und Nahrungsmittel umfassen, erhöhten sich im Juli 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,1 %, davon die Verbrauchsgüter um 18,8 %.
"Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen" legten um 7,9 % zu. Wie die Statistiker berechneten, dämpften seit Juni das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt die Inflation ab. Im Juli 2022 wurde zudem die EEG-Umlage abgeschafft. Gegenüber Vormonat Juni steigen die Verbraucherpreise im Juli 2022 um 0,9 %.

