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Hopfenbauern 2022 mit Verlusten

Am Ende kam es dann fast noch schlimmer als befürchtet: Die deutschen Hopfenbauern haben 2022 laut einem aktuell veröffentlichten EU-Erntebericht im vergangenen Jahr 216 Mio Euro erlöst, 96 Mio Euro weniger als im sehr guten Hopfenjahr 2021. Rechnet man die höheren Beschaffungspreise für Betriebsmittel hinzu, summiert sich der Umsatzausfall auf rund 120 Mio Euro.

Besonders gravierend wirkte sich 2022 der massive Tonnenrückgang bei Alphasäure aus: -40 % gegenüber 2021 auf 3.720 Tonnen. Die über Vorabkontrakte vermarktete Hopfenmenge betrug 32.568 Tonnen zu einem Durchschnittspreis von 6,09 Euro/Kilo, was einem Rückgang von 16 % in der Menge und 7 % im Preis gegenüber dem Vorjahr 2021 entspricht. Bereits im Oktober hatte INSIDE darüber berichtet, dass wegen schlechter Alpha-Werte für 2022 erstmal seit 2018 wieder die Alphasäure-Klausel durchgerechnet werde, bei der Verkäufer bei von der Minderernte betroffenen Liefersorten den Preis erhöhen können – oder die Vertragsmenge reduzieren (INSIDE 913). 

Noch deutlicher war der Mengenrückgang bei Freihopfen. Nur 20 % der 2021er Menge oder 1.796 Tonnen Hopfen wurden als „Freihopfen“ verkauft. Mit durchschnitt-lich 9,93 Euro/Kilo lag der Preis um 57 % über dem Wert von 2021.

Der Vergleich mit 2021 hinkt etwas, da es sich dabei um ein Ausnahmejahr handelte. Wie berichtet hatte seinerzeit der Nürnberger Hopfenhändler BarthHaas vor einer „weiteren Überversorgung des Marktes“ gewarnt (INSIDE 907). Laut BarthHaas-Gf Peter Hintermeier konnte die internationale Hopfenwirtschaft der Überproduktion seinerzeit nur mit Flächenanpassungen begegnen.

 

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