Der Getränkefachgroßhandel hat im Juni erstmals wieder genauso viele Gastronomieobjekte angefahren wie vor Corona. Mit einem starken Anstieg von 8,1 Indexpunkten wurde das Niveau von 100 Zählern des Referenzmonats Juni 2019 erreicht. Im Vergleich zm Vorjahresmonat, wo in einigen Bundesländern noch Restriktionen herrschten, sind das 13 Indexpunkte mehr. Der letzte Bestwert stammt aus dem September 2021 mit 96,8 Punkten. Das geht aus Zahlen der Absatzmeldeplattform Gedat hervor, die im Juni 2019 die Messung der Belieferungen im Außer-Haus-Markt startete und dafür den Monat als Basis (Index=100) nahm.
Nach einem schwachen Jahresstart 2022 zogen die Werte erst mit März an. Der Jahresdurchschnitt stieg im ersten Halbjahr auf 86 Indexpunkte. Dieser Wert dürfte weiter steigen, sollten die Probleme in der Logistik und Warenverfügbarkeit der positiven Entwicklung nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen. Das Gesamtjahr 2021 lag im Mittel bei 63,3 Indexpunkten, für das Jahr 2020 waren es 69,3 Punkte. Am besten erholt hat sich im Juni 2022 die Speisegastronomie, die auf 101,5 Indexpunkte kommt und damit sogar das Ergebnis aus 2019 toppt. Schankgastronomien kommen auf 98,8 Zähler und Beherbergungsbetriebe auf 97,5.
Basis der Erhebung ist die Anzahl der monatlich belieferten Betriebe im Außer-Haus-Markt durch den Getränkefachgroßhandel.


