Das Gastgewerbe hat seinen Umsatz im 1. Halbjahr gegenüber 2021 fast verdoppelt - soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Es waren immer noch 22,1 % weniger als im ersten Halbjahr 2019, also vor Corona.
Wie das Statistische Bundesamt heute aktuell berichtet, betrug das Umsatzplus im 1. Halbjahr 2022 nominal (nicht preisbereinigt) 109,2 %, real (preisbereinigt) 98,5 %. Im Juni stiegen die Umsätze im Gastgewerbe um 36,9 % und nominal um 45,7 % gegenüber Juni 2021, lagen aber noch 10,1 % unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Im Gegensatz dazu erreichten die nominalen Umsätze im Juni erstmalig seit Pandemiebeginn wieder das Vorkrisenniveau (+0,1 %), was jedoch an den teils massiven Preissteigerungen lag.
Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten im Juni 2022 gegenüber Juni 2021 ein reales Umsatzplus von 58,0 %. Trotzdem lag der Umsatz real noch 9,5 % unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. In der Gastronomie war der Umsatz im Juni 2022 real um 26,3 % höher als im Juni 2021, lag allerdings noch um 11,9 % unter dem Niveau vom Februar 2020.


