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Einweg-Lobby verstärkt Druck auf Mehrweg

Bei einer parlamentarischen Veranstaltung mit Politikern, Branchenvertretern und NGO hat der Einweg-Dachverband Bund Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ) heute vormittag erwartungsgemäß gegen die im Verpackungsgesetz von 2019 definierte Mehrwegquote von 70 % geschossen. Sinn der Übung, zu der der BGVZ zwei Studien der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) präsentieren ließ, war u.a., Einfluss auf die für 2021 angesetzte Evaluierung der Marktrealitäten zu nehmen.

Die Argumentation des BGZV ist im Grunde nicht neu, wurde nun aber anhand der beiden GVM-Studien ganz im Sinn des Bundes unterlegt. Der BGZV interpretiert diese Studien wiederum extrem plakativ. Sollte die 70%-Mehrwegquote durchgesetzt werden, kämen aufgrund der erhöhten Logistik täglich 218 Mio km gefahrene Strecke hinzu, heißt es z.B.; die Mehrtransporte verursachten 400.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Zudem kämen auf die Verbraucher bei einer entsprechenden Quote 800 Mio bis 1,2 Mrd Euro an Mehrkosten allein bei Mineralwässern zu.

In die Karten spielt der Einweg-Lobby hier auch der mittlerweile hohe Anteil an Individualflaschen, der bei prognostizierter Marktentwicklung 2022 schon 47 % der gesamten Glas Mehrweg-Menge liegen soll. Das Problem ist mittlerweile allerdings auch bei den Mehrwegverwendern bekannt, die derzeit neue Anstrengungen unternehmen, zumindest im Kleinen einen Flaschenpool zu gründen.

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