Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2012 hat die Münchner Unternehmensgruppe Schörghuber 2013 wieder bessere Zahlen geschrieben; der Umsatz (ohne Getränke) stieg von 673 auf 740 Mio Euro. Im Bereich Getränke (Paulaner- und BHI-Beteiligungen) blieb der Umsatz laut heute veröffentlichten Zahlen mit 599 Mio Euro (gegenüber 602 Mio Euro in 2012) stabil. Insgesamt lag der Umsatz damit bei 1,34 Mrd Euro - und nicht, wie von dpa gemeldet und schlagartig in zahlreichen Online-Medien verbreitet, bei 3,4 Mrd Euro. Der Bierabsatz legte um 1,2 Prozent auf 5,51 Mio hl zu; der Getränkeabsatz insgesamt stieg von 6,23 auf 6,30 Mio hl, ein Plus von 1,03 %.
Die Unternehmensgruppe Schörghuber ist zu 50,1 % an der Brau Holding International beteiligt, die wiederum 50 % der Anteile an Paulaner hält; die anderen 50 % liegen dort bei Schörghuber direkt. An der Kulmbacher Gruppe ist die BHI ihrerseits zu etwa 63 % beteiligt.
Erstmals seit dem Einstieg in Alexandra Schörghubers persönliches Steckenpferd, die Fischzucht in Südamerika, verdient die Unternehmensgruppe Schörghuber nun auch in diesem Segment Geld; nach sehr schwierigen Geschäftsjahren 2011 und 2012 (in denen fallende Weltmarktpreise für Lachs den Münchnern das Geschäft verhagelten) ging es 2013 deutlich aufwärts. Der Bereich Seafood schrieb mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von rund 5,6 Mio Euro erstmals schwarze Zahlen (nach fast 30 Mio Euro Miese in 2012). Der Umsatz verdoppelte sich binnen eines Jahres auf rund 173 Mio Euro.
Insgesamt hat die Unternehmensgruppe Schörghuber nach eigenen Angaben 2013 konzernseitig (SHKG) das Ergebnis nach Steuern von knapp 60 Mio auf 85,2 Mio Euro verbessert; auch das für den Bereich Getränke eigens errechnete Ergebnis nach Steuern zog von 20,5 Mio auf 23,2 Mio Euro an; insgesamt steht also ein Gewinn von 108,4 Mio Euro zu Buche. Hauptgesellschafterin A. Schörghuber hat, wie in der aktuellen INSIDE-Ausgabe 703 gemeldet, für den Paulaner-Neubau am Stadtrand von München mal eben schlappe 300 Mio Euro locker gemacht.


