Die von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner vorgelegte "Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten" wird heute im Bundeskabinett beraten.
Das Papier baut vor allem auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie und wird deshalb auch von Verbraucherschützern wie Foodwatch angeschossen. Allerdings könnte aus der "Strategie" schnell ein Gesetz werden, wenn die Industrie nicht flott genug mitzieht oder die politische Gemengelage in Berlin sich ändert. Zu den Kernpunkten des Papiers zählt u.a. die Reduktion von Zuckeranteilen in Lebensmitteln, also auch in Getränken. Hier wird Klöckner relativ deutlich: "Die Bundesregierung erwartet, dass es bis zum Jahr 2025 bei den im Folgenden aufgeführten Branchen und Maßnahmenfeldern zu einer zweistelligen prozentualen Reduktion des Zuckergehaltes kommt. Der Fortschritt hierbei wird in dem bis spätestens2020 zu erstellenden Bericht geprüft und bewertet."
In puncto Umsetzung übt sich das Papier in Differenzierung. Da die "kleinen und mittleren Unternehmen sowie das Lebensmittelhandwerk nicht über die gleichen Möglichkeiten wie große Unternehmen" verfügten, in "Forschung zu investieren, Rezepturen zu ändern oder Rohstoffauswahl und Produktion im Sinne der Strategie zu optimieren", werde man dafür "sorgen, dass auch die kleinen, handwerklich arbeitenden Betriebe den steigenden Ansprüchen an eine gesündere Produktzusammensetzung gerecht werden können."


