10,2% weniger Inlandsabsatz auf 5,496 Mio hl im April 2023 für die deutschen Brauereien und Bierläger im Vergleich zum Vorjahresmonat: Die heute Nachmittag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts weisen aus, wie groß das Absatzloch (INSIDE 925) wirklich ist. 8,3% fehlen im April insgesamt zum Vorjahr, da der Export mit +1,4% (EU: -4,5%, Drittländer: +9,5%) ein wenig kompensieren kann. Letzterer lebt unter anderem vom boomenden Russlandgeschäft.
Der April 2023 liegt mit einem Gesamtabsatz von 6,685 Mio hl fast 21,8% unter April 2019 und über 26,2% unter April 2014, dem besten der vergangenen zehn Jahre. Zwar trugen zwei Arbeitstage weniger als im April 2022 und das miese Wetter laut INSIDERN zu den schwachen Absätzen bei, Brauer berichten gegenüber INSIDE aber auch von einer allgemeinen und bis heute anhaltenden Konsumzurückhaltung. Vom Traumwetter seit Mitte Mai profitieren demnach auch nicht alle Hersteller im erhofften Maß.
Bereits der März 2023 war mit -8,6% zu Vorjahr gesamt und -11,0% im Inland schwach ausgefallen. Ein Fehler beim Wert für Sachsen-Anhalt im März wurde mittlerweile vom Statistischen Bundesamt korrigiert, dadurch hat sich das Minus minimal relativiert: Durch die falsche Zahl standen für März 2023 zu Vorjahr ursprünglich -10,9% gesamt und -13,6% Inland zu Buche. Aufgelaufen bedeuten die 26,126 Mio hl in den ersten vier Monaten 2023 ein Minus zum Vorjahr von 3,4%.
Alkoholfreie Biere sind wie immer nicht berücksichtigt.


