"Energie, Rohstoffe, ich sehe keine Perspektive mehr für die Zukunft." Das sagt der Chef der zuletzt noch rund 2.500 hl großen Dorfener Brauerei Bachmayer (50 Kilometer nordöstlich von München), Josef Hörmann, gegenüber der SZ. 374 Jahre nach der ersten Erwähnung des ursprünglichen Drommerbräu ist Ende April Schluss, zuletzt waren nur noch drei Mitarbeiter an Bord. "Ich kriege auch keine Fachleute mehr", so Hörmann. Bereits seit 2011 wurden in Dorfen nur noch die Fässer abgefüllt, die Abfüllung der Flaschen erfolgte seither beim Fischerbräu in Eitting. Die wirtschaftliche Misere hat sich in Corona- und Ukraine-Kriegs-Zeiten zugespitzt.
Zuletzt belieferte Bachmeyer nach eigenen Angaben noch eine niedrige zweistellige Zahl von Gasthäusern, einige Gasthäuser führt die Brauerei zudem selbst, dort fällt die Brauereibindung weg. Wie es mit dem Gelände weitergeht, ist ungewiss. Gebraut wird in der 15.000 Einwohner-Stadt aber weiterhin - und zwar knapp 10.000 hl von Bräu z`Loh unter GeschäftsführerinBarbara Lohmeier-Opper.

