Die (von welchen Seiten auch immer angeheizten) Spekulationen um eine Übernahme des weltweit zweitgrößten Brauerers SAB Miller durch den Branchen-Primus AB Inbev reißen nicht ab. Aktuell werden auf europäischer Seite mal wieder neue Zahlen ventiliert: Der auf einen derzeitigen Wert von 84,5 Milliarden Dollar (zur Zeit etwa 61,5 Mrd Euro) taxierte SAB Miller-Konzern könne für einen Schätzpreis von 100 Mrd Dollar (72,5 Mrd Euro) an AB Inbev gehen, heißt es in Börsenkreisen. Solche Spekulationen werden allerdings auch gern dazu benutzt, den Börsenwert von Unternehmen in die Höhe zu treiben.
Bei SAB Miller hatte das schon mal geholfen; der Wert des Unternehmens ist bereits gestiegen, seit AB Inbev schon Anfang 2012 mal mit dem Deal in Verbindung gebracht wurde. Der im vergangenen Jahr (ohne Zukauf Modelo) 352,9 Mio hl große AB Inbev-Konzern könnte sich durch den Preisanstieg beim 190 Mio hl großen Wettbewerber gemüßigt sehen, den Sack möglichst bald zuzumachen; angeblich es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die beiden Hauptaktionäre bei SAB Miller, der Zigarettenkonzern Altria Group und die kolumbianische Santo Domingo Family, breit schlagen lassen - evtl. auch über Aktientauschangebote.


