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#975

INSIDE FUTURE 2025 # 1 Deep Dive AfG: Alle wollen rein

Die INSIDE-Cola-Mix-Hitliste

Erfreuliche Margen bei simpler Herstellung: Das ist Cola-Mix. Einst in Bayern Mitte der 50er Jahre von der Brauerei Riegele, Augsburg, erfunden und als Spezi vermarktet, entdecken seit geraumer Zeit immer mehr Hersteller die Kategorie für sich. Neben den großen AfG-Playern Coca-Cola und PepsiCo mischt vor allem Paulaner den Brause-Markt auf.  

Die Münchner sind der größte Treiber im Markt. Ausgerechnet eine Brauerei. Paulaner hat nun erstmals den Softdrink-Giganten Coca-Cola vom Cola-Mix-Thron gestoßen. Paulaner Spezi schraubte den Absatz 2024 auf 2,2 Mio hl hoch. Insgesamt wurden im Handel im vergangenen Jahr laut Marktforscher Circana rund 9,11 Mio hl verkauft. Das sind 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp 15 Prozent der Menge drehte der GAM, der sich damit hinter LEH (38,2%) und Harddiscount (28,3%) einreiht. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um fast 14 Prozent auf rund 907,4 Mio Euro. Damit ist den Marktforschern zufolge seit 2020 der Umsatz um 49,4 Prozent angestiegen. Das weckt Begehrlichkeiten.

Neben AfG-Herstellern wie Hövelmann mit Sinalco oder Fritz-Kola mit Mischmasch haben auch immer mehr Brauereien ihr eigenes Cola-Mix. Die Namen sind dabei so kreativ wie vielfältig. Zuletzt hat Flens im März ihr Küsten Mix gelauncht, das inklusive Cola und Orangenlimo im ersten Rumpfjahr vorsichtig gerechnete 15.000 hl abwerfen soll. Vom hohen Norden kommend soll es künftig auch südwärts gehen. In diesen Gefilden tummeln sich bereits etliche Spezi-Jünger (eine Auswahl gibt’s auf Seite 27). Und manche davon sind längst nicht mehr nur ein Nischengeschäft. Flötzinger etwa ist im vergangenen Jahr mit seinem in den 1960ern eingeführten Flötzinger Cola-Mix in der braunen Euroflasche über die 100.000 hl-Grenze gestürmt – und das ohne Aktionsgeschäft. Dieses Jahr sollen 10% draufgelegt werden. Auch das erst vor zwei Jahren auf den Markt geschobene Krombacher Spezi, mit Lizenz von Riegele, marschiert dank starker Vertriebspower bereits Richtung 200.000 hl. Paulaner zeigt sich von all den „Spezis“ bislang unbeeindruckt. Wachstum ist auch für 2025 fest eingeplant. Vor allem mit der Zero-Variante.  

Kalorienfrei funktioniert vor allem die PepsiCo-Marke Schwip Schwap, die zwar insgesamt (auch aufgrund der Abwesenheit in Edeka-Regalen) verloren hat, aber bei mit Schwip Schwap Zero um 31 Prozent zulegen konnte. Den Aufschwung der zuckerfreien Cola-Mixe bestätigt auch Circana. Deren Angaben zufolge hat Zero im vergangenen Jahr fast ein Viertel des Gesamtabsatzes ausgemacht und im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent zugelegt. Der Umsatzanteil lag mit 181,2 Mio Euro bei rund 20 Prozent und ist seit 2020 um etwa 41 Prozent gestiegen. Ob mit oder ohne Zucker – die Cola-Mix-Party geht weiter.

 

Dieses Ranking wurde in IF- INSIDE FUTURE 2025 #1 (Mai 2025) veröffentlicht. Hier geht's zum Heft.

 

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