Die Interessenvertretung der Winzer und Häuser der Champagne haben heute neue Regeln bei den Erntemengen beschlossen, die die Verfügbarkeit des Champagners verbessern sollen. Außerdem wird der Interessenverband das Comité Champagne verstärkt. Die Mittel sollen in den nächsten zehn Jahren "erheblich aufgestockt" und die Befugnisse des Gremiums erweitert werden. Zu allem Überfluss gibt es auch noch und gute Zahlen fürs erste Halbjahr.
Auf ihrer Versammlung haben die Winzer und Häuser heute in Epernay neue Regeln beschlossen. Die sogenannte "Reserve Champagne" soll dabei helfen, Ernteschwankungen auszugleichen. Aktueller Anlass waren die Ernteausfälle 2021. Bei gleichzeitig deutlich gestiegener Nachfrage war wie berichtet eine Lieferung nicht immer möglich. Gekauft wurde, was es gab, auch zu Mondpreisen. Nun soll es über drei Jahre einen "Kredit" für die Winzer und Häuser geben. Falls die Erntemenge und die eigene Reserve nicht ausreichen, kann aus der Gemeinschaftsreserve aufgefüllt werden. Für 2022 schaut es bei der Ernte gut aus. Die Reben sollen im besten Zustand sein. Die Ernte soll bereits am 20. August beginnen.
Auch 2022 ist Champagner heiß begehrt. Laut Comité Champagne wurden in den ersten sechs Monaten 130 Millionen Flaschen verkauft. Das sind 13,8 % mehr als im Vorjahr. Dabei stieg sowohl der Export um 16,8 % auf 79,6 Millionen wie auch die Bestellungen in Frankreich - 50,3 Millionen Flaschen, ein Plus von 9,3 %.

