Bei Coca-Cola in Atlanta wird man sich allmählich fragen, was man noch alles tun soll, um den Kaufhunger der Aktionäre anzuregen. Trotz einer heute bekannt gegebenen Gewinnsteigerung im ersten Quartal 2010 um satte 19 Prozent von 1,35 auf 1,61 Mrd Dollar (1,2 Mrd Euro), einer Umsatzsteigerung um fünf auf 7,35 Mrd Dollar (5,46 Mrd Euro) und einer damit verbundenen Gewinnsteigerung je Aktie um 23 Prozent auf 0,80 Dollar (0,59 Euro) verlor die Aktie in der ersten Stunden nach Bekanntgabe des Geschäftsberichts in New York 1,1 Prozent. Ein Grund für das Misstrauen der Anleger lag wohl auch darin, dass der Konzern im Heimatmarkt weiter an Boden verliert - im ersten Quartal um zwei Prozent. Wachstumsmotor war erneut Indien mit 29 Prozent Absatz-Plus. Auch andere Schwellenländer wie Brasilien (plus 12 Prozent) oder die Türkei (plus 18 Prozent) legten zu. In Europa, wo sich der Konzern gerade einen Relaunch der Vertriebsstrukturen genehmigt - in Deutschland ist Hendrick Steckhan, 48, seit kurzem neuer Chef der Coca-Cola GmbH in Berlin -, hielt sich der Umsatz in etwa stabil. (20.04.2010, 17:01 Uhr)


