Das deutsche Getränke-Mehrwegsystem befindet sich seit 2003 wieder auf dem Rückzug - allen politischen Forderungen und auch gesetzlichen Vorschriften zum Trotz. Wie eine von der GVM erarbeitete Studie des Umweltbundesamtes berechnet, sank selbst der Merhrweganteil bei Bier seit 2003 (damals bei 89,2 %) bis 2018 wieder auf unter 80 % (79,5 %).
Der Mehrweg-Anteil der Erfrischungsgetränke rauchte in derselben Zeit (also seit Einführung des Einweg-Pfandes) von 52,2 % auf nur noch 22 % ab; die Kategorie Wasser stürzte von 73 %Mehrweg auf nur noch 38,8 % ab. In toto errechnet die Studie bis 2018 einen Mehrweg-Anteil von nur noch 41,2 % bei pfandpflichtigen Getränken. Einweg-Kunststoff-Flaschen legten hingegen seit 2003 (20,7 %) auf 52,2 % Marktanteil zu. Bei den nicht pfandpflichtigen Getränken (Wein, Fruchtsaft, -nektare, Milchgetränke) liegt er nur noch bei 4,6 %.
Nach dem Anfang 2019 in Kraft getretenen Verpackungsgesetz wird als Zielgröße ein Mehrweg-Anteil von 70 % bei Getränken genannt. Die Grünen fordern mittlerweile eine verbindliche Mehrwegquote bei Getränken von 80 % bis 2025.


