Der größte deutsche Braukonzern Radeberger will weiterhin Brauereien zukaufen. Im Konzentrationsprozess der Branche tue man gut daran, auch im Jahr 2020 noch unter den ersten drei Anbietern im Markt zu sein, sagte der Vorstandschef des zum Oetker-Konzern gehörenden Unternehmens, Albert Christmann, gestern in Frankfurt im Rahmen einer Pressekonferenz.
Dabei helfe es aber nur, starke Marken zuzukaufen. Ein starkes Wachstum mit den eigenen Marken sei in dem schrumpfenden und hart umkämpften Biermarkt kaum möglich. In diesem Zusammenhang nannte der Radeberger-Boss allerdings keine konkreten Übernahmekandidaten. Gleichzeitig revidierte er die Ankündigungen seines Vorgängers Ulrich Kallmeyer, dass man in absehbarer Zeit einen Marktanteil von mehr als 20 Prozent erreichen werde.
Mit rund 15 Prozent ist die Radeberger trotz Mengenverlusten von minus 5,9 Prozent auf 13,4 Mio hl im vergangenen Jahr deutlicher Marktführer in Deutschland.
Auch die Gespräche mit der Stadt Frankfurt über die Fortentwicklung des Betriebsgeländes im Stadtteil Sachsenhausen verliefen konstruktiv, sagte der Brauerei-Manager. Bedarf ist vorhanden: Künftig soll in Frankfurt auch Radeberger abgefüllt werden.(16.04.2010; 09:03 Uhr)



