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Tegernseer rüstet auf

Die Pläne der Herzoglichen Bayrischen Brauhauses Tegernsee, ihre Kapazität auszubauen und damit auch den Lkw-Verkehr zum neuen Abfüllzentrum in Gmund zu verstärken, stößt in der Gemeinde nicht nur auf Begeisterung - allerdings auch nicht auf ernsten Widerspruch. Wie es heißt, wollte das Brauhaus (das dieses Jahr angeblich auf 230.000 hl wächst) eine Sondergenehmigung für Lastwagenfahrten zwischen 22 und 24 Uhr und zwischen 4 und 6 Uhr morgens erwirken; nach Beratungen des Bauausschusses gab es dann die salomonische Entscheidung, dass es nachts ruhig bleiben muss, ab 4 Uhr dürfen die Laster aber in Einzelfällen wieder rollen.

 

Die Brauerei in Tegernsee liegt mitten im Ort; die Sprecherin einer Bürgerinitiative ließ sich in der heiemischen Presse damit zitieren, dass "die Zeit der Luftaufnahmen vom Schloss nun engültig vorbei" sei. Angeblich plant die Brauerei - die in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung beim Absatz verzeichnete und deshalb auch ein neues Abfüllzentrum baute - nur eine Ausweitung auf maximal 15 Gärsilos; der Bürgermeister sagte - wohl auch hinsichtlich denkmalschützerischer Einwände - die Brauerei sei ein "systemrelvanter Industriebetrieb" für den Ort. Die vorliegenden Bauanträge seien so etwas wie der Masterplan für eine zukünftige Expansion. Verhandelt wurden u.a. auch Einhausungen und andere Überdachungen an historisch sensibler Stelle.

 

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