Für ihre zuletzt ziemlich erfolglose gerutschte Ost-Tochter Sternburg geht Radeberger jetzt PR-mäßig in die Vollen. Nach einem Sturzflug bei den Absätzen - Sternburg droht in diesem Jahr unter 1 Mio hl zu rutschen - hatte der Konzern schon letztes Jahr die Kampagnen-Profis von Ogilvy und Mather verpflichtet. Die machten erst mal mit Guerilla-Kampagne („Es muss ein Schluck durch Deutschland gehen“) auf sich aufmerksam, die allerlei Abmahnungen, aber auch reichlich Aufmerksamkeit nach sich zogen. Jetzt der nächste Coup: Nachdem drei Leipziger Studenten vor ein paar Wochen eine Sterni-Flasche per Ballon in den Orbit schickten und die Reise per YouTube-Video ins Internet stellten, wiederholt Sternburg-Chef Martin Zapf die Aktion der "Sterninauten" nun zusammen mit der Bild-Zeitung und schießt erneut einen Ballon ins All. Wer die Flasche nach ihrem Absturz auf die Erde (der Ballon platzt irgendwann) zuerst findet, kriegt Sternburg-Bier 52 Wochen gratis. Möglicher Absturz-Ort: irgendwo zwischen Leipzig, Dresden und Chemnitz.
Ob´s der Marke auch beim Abverkauf hilft, bleibt abzuwarten; noch 2007 war Sternburg die absatzstärkste Marke der Radeberger Gruppe. Das ist inzwischen Vergangenheit; die fortwährende Aktionitis, uner der die Marke leidet, trägt ihren Teil dazu bei, dass Sterni langsam mal eine echte Aufwertung bräuchte. 2011 wurde das Bier regelmäßig für unter unter sechs Euro die Kiste verhämmert.


