Ein Skandal um den Einsatz von unerlaubten Pflanzenschutzmitteln im weltgrößten Hopfenanbaugebiet Hallertau hat einen Millionenschaden verursacht. 30 bis 40 Betriebe seien von dem Skandal betroffen, einige davon müssten jetzt um ihre Existenz fürchten, sagt der Geschäftsführer des Hopfenpflanzerverbandes Hallertau, Otmar Weingarten, und bestätigt damit einen Bericht des Münchner Merkur.
Die Hopfenbauern hatten im Jahr 2010 nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel verwendet. Der Wirkstoff Fluopicolide werde zwar im Weinanbau und auf Kartoffelfeldern gegen Pilzbefall verwendet, für den Einsatz bei Hopfenpflanzen gibt es jedoch keine Zulassung.
Der Hopfenpflanzerverband erfuhr laut Weingarten im Januar 2011 von dem Einsatz. Daraufhin habe die Auslieferung an die Brauereien gestoppt werden können.


