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Schörghuber: Mit Hamsterbacken durchs Krisenjahr

Nico Nusmeier, Vorstandsvorsitzender

Die Schörghuber Unternehmensgruppe leidet kräftig unter der Coronakrise. Wie das Unternehmen anlässlich der Vorstellungen der 2019er-Zahlen  mitteilt, sei es aber gelungen durch ein " rigides Kosten- und Liquiditätsmanagement" , das "Geschäft der Gruppe im Kern zu verteidigen: trotz aller schmerzhafter wirtschaftlicher Einbußen etwa infolge von Mietausfällen und -stundungen bei der Bayerischen Hausbau, von Absatzrückgängen in der Gastronomie und im Export der Paulaner Brauerei Gruppe oder der vorübergehenden Stilllegung von zwölf der 14 Hotels der Arabella Hospitality." 

Das seit 1. Juli vom neuen Vorstandsvorsitzenden Nico Nusmeier geführte Unternehmen verfügt über solide Polster. 2019 nahm der in den Sparten Bauen & Immobilien, Hotel und Seafood erwirtschaftete Umsatz zwar um 3,6% auf 744 Mio Euro ab, doch konnte das Ergebnis nach einer Verdoppelung im Jahr 2018, nochmal um 8% auf 329 Mio Euro gesteigert werden.Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 47,7 Prozent.

Eigens bilanziert wird bei Schörghuber der Bereich Getränke. Er konnte 2019 bei einem  Umsatz von 702 Mio Euro ein Ergebnis von 31,1 Mio erzielen (+13%).der Absatz wuchs um 1,2 Prozent auf 8,164 Mio hl (inklusive alkoholfreie Erfrischungsgetränke, Lohnproduktion und Handelsware). Positiv hätten sich insbesondere Mönchshof der 63%-Tochter Kulmbacher entwickelt. Die Bügelmarke sei um 8,1% auf 938.000 hl gewachsen (laut INSIDE-Marken-Hitliste befindet sie sich mit 12,7% per 30.6. auf Kurs über 1 Mio hl). Hervorgehoben wird in dem 2019er Bericht auch die Entwicklung von Paulaner Spezi und Chiemseer, das um 11,8% auf 160.000 hl geklettert sei.

Der reine Bierabsatz Inland der Gruppe sei bei 4,7 Mio hl stagniert. Im Ausland wären es 1,333 Mio hl (+0,7%) gewesen.Davon 1,048 Mio hl Paulaner.

Die Kennzahlen von Schörghubers Getränke-Sparte im Überblick:

  • Teilkonzern-Umsatz: 701,7 Mio. EUR (Vorjahr: 690,7 Mio. EUR)
  • Teilkonzern-EBITDA: 142,4 Mio. EUR (Vorjahr: 115,2 Mio. EUR)
  • Teilkonzern-EBIT: 55,7 Mio. EUR (Vorjahr: 50,7 Mio. EUR)
  • Teilkonzern-Ergebnis (vor Anteilen Dritter): 31,1 Mio. EUR (Vorjahr: 27,5 Mio. EUR)
  • Eigenkapitalquote: 31,0 Prozent (35,8 Prozent bereinigt um die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 16, Vorjahr: 36,8 Prozent)
  • Anzahl Mitarbeiter: 2.544 (Vorjahr: 2.555)

 

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