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Schlingerkurs durch Europa

Beim weltgrößten Bierkonzern der Welt, AB Inbev, gerät der Absatz ins Stottern. Anders als die offiziellen Kurz-Verlautbarungen es vermuten lassen, verdankt es der Konzern im dritten Quartal des Jahres fast ausschließlich der Erholung in seinem (wichtigsten) Markt Nordamerika, dass unterm Strich nur ein Absatz-Minus von 0,3 % auf 107.677 Mio hl steht. In Deutschland gab es im dritten Quartal zwar eine leichte Erholung um 1,3 %, die vor allem Beck´s und Hasseröder geschuldet war; aufgelaufen von Januar bis September steht aber immer noch ein Absatz-Minus von 1,1 %. Im früheren Wachstumsmarkt Zentral- und Osteuropa und stockt der Absatz in Q3 gewaltig (-13,5 %). Westeuropa verliert im dritten Quartal 0.6% und liegt nur noch bei 7.863Mio hl.

 

Aufgelaufen von Januar bis September verzeichnet AB Inbev ein organisches Wachstums-Plus beim Gesamt-Absatz von Getränken von 0,4 % auf 302.533 Mio hl - davon ein Plus von 0,2 % bei Bieren und 2,8 % bei anderen Getränken. Einen eher bescheidenen Anteil daran hat Westeuropa mit 22.236 Mio hl. Bei den sogenannten "Focus Brands", zu denen AB Inbev Budweiser, Stella Artois und Beck’s sowie die Bud Light Family und Michelob Ultra in den USA, Antarctica in Brasilien und Harbin in China zählen (und die mehr als 68 % des Biervolumens ausmachen), gibt es aufgelaufen in disem Jahr ein Wachstum von 1,8 %.

 

Die Marke Beck´s hat laut Quartalsbericht inzwischen wieder zugelegt und ist allein im dritten Quartal ´12 um 5.0 % gewachsen - in Deutschland, aber auch in China. Finanziell geht´s dem weltgrößten Braukonzern AB Inbev weiter gut; nach den neuesten Zahlen stieg der Erlös im dritten Quartal 2012 organisch um 9,1 %; der um Sondereffekte bereinigt Gewinn  vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bleib gegen die Analystenerwartungen knapp unter 4 Mrd. Dollar stecken. Der Umsatz lag bei 10,27 Mrd Dollar (ca 7,9 Mrd Euro), was einer um Zu- und Verkäufe bereinigten Plus von gut 9 % entspricht. Preiserhöhungen, die AB Inbev in den meisten Märkten durchdrücken konnte, wurden großteils von Währungseffekten wieder weggefressen.

 

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