Der mit 187 Mio hl weltweit zweitgrößte Braukonzern SAB Miller hat sich mit einem Übernahmenabgebot an den mit 178 Mio hl drittgrößten Heineken gewandt. Und einen Korb bekommen. SAB Miller-CEO Alan Clark ist laut der Nachrichtenagentur Bloomberg abgeblitzt. Die Hauptgesellschafter des holländischen Konzerns möchten nicht verkaufen. (Zumindest nicht zu den in Aussicht gestellten Bedingungen.)
Clark muss sich offenbar woanders umsehen. Verzweifelt versucht SABMiller, sich durch Übernahmen so groß zu machen, dass der von Analysten als "logisch" bezeichnete Megadeal verhindert werden kann: Der 390 Mio-hl-Primus AB Inbev habe als nächstes Ziel SAB Miller ins Auge gefasst, heißt es an der Wall Street.
Die ehedem südafrikanische SAB Miller befindet sich heute in weitem Streubesitz. Größte Anteilseigner sind der US-amerikanische Tabakkonzern Altria (vormals Philip Morris) mit 25,71% und die kolumbianische Domingo-Familie mit 13,45%. Nach dem gescheiterten Heineken-Vorstoß wird SAB Miller mehrere kleinere Käufe anpeilen müssen, um die erforderliche Größe zu erreichen.



