SAB Miller pokert in der Übernahmeschlacht mit AB Inbev. Der Konzern hat heute die Bekanntgabe seiner neuen Geschäftskennzahlen vom 15. Oktober vorgezogen; zugleich berichtet der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg, die SAB-Manager hätten das bisherige Übernahmeangebot von AB Inbev als zu niedrig abgelehnt. Angeblich soll AB Inbev gut 40 britische Pfund je SAB-Aktie vorgeschlagen haben; die SAB Miller-Großaktionäre sowie das Management hielten aber 45 Pfund für angemessen. SAB Miller würde damit rund 110 Milliarden US-Dollar (rund 98 Mrd Euro) wert sein. AB Inbev muss bis Mitte Oktober ein offizielles Übernahmeangebot vorlegen.
Wenig überraschend fielen die Kennzahlen bei SAB Miller (Jahresbierabsatz rund 250 Mio hl) aus; der Absatz sei im zweiten Geschäftsquartal (Juli bis September) um zwei Prozent gestiegen, sagte SAB-Miller-Chef Alan Clark. Ohne Währungseffekte stieg der Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr um vier Prozent. Unbereinigt fiel er aber um neun Prozent. Wachstum generierte SAB Miller nach eigener Rechnung vor allem in Afrika und Lateinamerika, also da, wo auch AB Inbev noch Potential sieht.


