Die zuletzt etwa 800.000 hl Bier große Badische Staatsbrauerei Rothaus hat einen neuen Alleinvorstand (INSIDE-Hot Shot): Christian Rasch, 44, Vertriebsleiter der Radeberger-Tochter Stuttgarter Hofbräu, tritt "zum nächstmöglichen Termin" die Nachfolge von Thomas Schäuble an, der im vergangenen Sommer einen schweren Herzinfarkt erlitten hatte und zu Beginn dieses Jahres an den Folgen gestorben war. Der frühere baden-württembergische Minister Gerhard Stratthaus, 71, hatte das Amt des Alleinvorstands seit vergangenem Sommer kommissarisch bekleidet, aber immer klargestellt, dass er nicht länger weitermachen wolle.
Der Aufsichtsrat der Brauerei - die in schöner Regelmäßigkeit 17 Mio Euro/Jahr Dividende an das Land Baden-Württemberg als 100%-Gesellschafter überweist - hat die Personalie Rasch heute formell beschlossen; vorausgegangen war ein monatelanges, durch eine Agentur gestütztes Auswahlverfahren, bei dem die inzwischen grüne Landesregierung den Anschein vermeiden wollte, dass der Posten des Alleinvorstands (wie in der Vergangenheit geschehen) politisch besetzt würde. Das ist ihr nun gelungen. Für den ehemaligen VKL BW Christian Rasch, den Konzernmutter Radeberger 2008 zur Stuttgarter Tochter Hofbräu beorderte, wo er den Verkaufsdirektor Gastronomie, Walter Kurz (Ruhestand), beerbte und flugs zum "Sprecher der Geschäftsleitung" aufstieg, war die heutige Ernennung zum künftigen Fürsten bei Rothaus ein steiler Karriereschritt.



