Die Rhodius Mineralquellen, Burgbrohl, investieren 3,5 Mio Euro in eine neue Glas-Mehrweganlage. Ein durchaus antizyklisches Verhalten, wie das Familienunternehmen in einer Mitteilung fast trotzig betont:
"Mitten in der Wirtschaftskrise und in einer Zeit, in der die Verbraucher verstärkt auf Billigwässer bei Discountern in Kunststoffflaschen zurückgreifen, setzt der inhabergeführte Mineralbrunnen aus der Vulkaneifel ein deutliches Zeichen: Mehrweg-Glasflaschen werden auch in Zukunft im Getränkemarkt eine bedeutende Rolle spielen.
Für den geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Karl Tack, sind die Perspektiven Mitinhaber des „Je hässlicher die Fratze der Globalisierung ist, desto attraktiver wird die Perspektive der Regionalisierung. Je abstoßender die Gier von Finanzinvestoren, die Unersättlichkeit der Großkonzerne, die Maßlosigkeit der Banker, die skrupellose Haltung gegenüber Mensch und Umwelt wird, desto attraktiver wird die Sehnsucht nach Identität, Authentizität, Vertrauen, Verantwortung und Nachhaltigkeit. Diese Chance muss von regional arbeitenden Familienunternehmen erkannt und genutzt werden."
Rhodius selbst sei im letzten Jahr zweistellig auf 63 Mio Euro Umsatz, bzw 170 Mio Liter Absatz gewachsen. Dazu trug freilich nicht nur die Rückbesinnung auf lokale Werte bei, sondern auch der Pakt mit einem Vertreter der "unersättlichen Großkonzerne": Rhodius ist Deutschlands zweitgrößter Konzessionär von PepsiCo. (23.3.2010, 11.45 Uhr)



