Nach der skurrilen Affäre um angebliche Kokain-Spuren in Red Bull Cola muss sich der Konzern jetzt schon wieder mit Warnungen von Behörden herumschlagen - absichtlich oder unabsichtlich. Die Sächsische Zeitung zitiert heute den Direktor des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR), Rolf Großklaus, mit der Aussage, das "Problem" des stark koffeinhaltigen Red Bull-Getränks "Energy Shot" bestehe in der "missbräuchlichen Anwendung".
Die "Sächsische Zeitung" legt die Warnung des BfR-Chefs allerdings gleich als Aufforderung aus, das Getränk zu verbieten: Das Amt habe in einer Stellungnahme den Ländern vorgeschlagen, das Getränk vom Markt zu nehmen, weil es in Kombination mit Alkohol, Tanzen oder Sport zu Zwischenfällen gekommen sei. Großklaus wird mit der Aussage zitiert, es gebe die sog. Red Bull-Shots auch in höheren Koffein-Dosierungen als 80 Milligramm. Ab einem Genuss von 200 Milligramm träten pharmakologische Wirkungen auf. Herz-Kreislauf-Schwierigkeiten könnten ein Problem werden. Das Bundesamt verweist demnach auf verschiedene Todesfälle, die mit dem Genuss von Energie-Drinks in Zusammenhang gebracht werden; zugleich heißt es aber, einen direkten Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Getränkekonsum könnten die Mediziner nicht beweisen. (28.12.2009, 11:00 Uhr)


