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Radeberger strickt an Preisen

Guido Mockel, Sprecher der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe

Die Radeberger Gruppe dreht an der Preisschraube. In den letzten Tagen wurden laut INSIDERN die größeren Einzelhändler vorgewarnt, demnächst dürften die offiziellen Schreiben folgen. Zum Stichtag 1. Mai 2022 sollen weite Teile des Sortiments, explizit auch die Kern-Artikel der Hauptmarken Mehrweg 20x0,5-Liter und 24x0,33-Liter, erhöht werden. Ab Rampe um rund 6 Euro/hl.

Die ungewöhnlich frühe Ankündigung sendet zwischen den Zeilen eine Botschaft an die Wettbewerber: Sie können nun prüfen, ob sie die Kostensteigerungen (Energie und Malz haben sich stark verteuert) ebenfalls an die Kundschaft weiterreichen mögen. Die Zentralen des Einzelhandels-Oligopols, aus Neckarsulm, Hamburg oder Köln, sperren sich derzeit noch kategorisch gegen jedwede Preiserhöhung. Die Aktionspreise sacken indessen weiter ab.

Radeberger-CEO Guido Mockel hatte in einem Statement für IF-INSIDE FUTURE kürzlich noch festgestellt:

„Jetzt ist es unumgänglich, an Themen wie Wertschöpfung,Überkapazitäten oder einer aus dem Takt geratenen Lieferkette zu arbeiten, statt mit flatterndem Frack und aberwitzigen Aktionspreisen Menge zu forcieren, um irgendwie über die Runden zu kommen“.  Mit der jetzigen Ankündigung marschiert der Biermarktführer selbst voran.

Radeberger hat in den vergangenen Jahren immer wieder in Teilbereichen Preiserhöhungen vorgenommen. Zuletzt Anfang 2020 für u.a. Ur-Krostitzer. Teile des Portfolios blieben jedoch über Jahre unangetastet.

Ziemlich regelmäßig hatte es unterdessen Anpassungen für die Gastronomiegebinde gegeben. Wohl bald wieder. Angeblich wird in Frankfurt auch an einer Fassbier-Preiserhöhung gestrickt.

 

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