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Radeberger: Analyse zum Absatz 2023

Preis-Hypothek. Laut INSIDERN ist der Bierabsatz der Radeberger Gruppe um rund 160.000 hl auf gut 10,5 Mio hl zurückgegangen, ein Minus von 1,5%, wodurch der Marktführer seine Stellung ausgebaut hat. Die Nationalen Marken blieben aller Werbeunterstützung zum Trotz (vgl. S. 16), auf Marktniveau kleben. Auch das Flaggschiff Radeberger. Das im Frühjahr 2022 gelaunchte Radeberger alkoholfrei schaffte schon im Jahr Zwo keinen Zuwachs mehr, zu groß war der Pipeline-Effekt des ersten Jahres. Angeblich ist eine neue Kampagne unterwegs, mit der die Edelmarke aktualisiert werden soll.

Unterstützung können alle Marken des Konzerns gut gebrauchen. Radeberger-Boss Guido Mockel hat eine breite Preiserhöhung angekündigt, bleibt aber zumindest im Westen allein auf breiter Flur. Auch wenn es weh tun wird, an der Entschlossenheit von Mockel und Vertriebschef Michael Keller wird nicht gezweifelt. Radeberger zieht durch. Und so werden die achtbaren Zahlen von Brinkhoff´s (-1,8%), Kronen (-2%), Stuttgarter Hofbräu (-2%), Oberbräu (+30%) oder Bueble (+5%) 2024 kaum zu wiederholen sein. Außen vor ist höchstens Schöfferhofer, das schon im abgelaufenen Jahr 9% verlor, und Binding, das trotz der (für den Konzern unerfreulich öffentlichkeitswirksamen) Brauereischließung nur 5,7% einbüßte.

Die positiven Fassbierzahlen (in der Gruppe lief ein Plus von 3,1% auf, auch hier liegt Radeberger über dem Markt) werden hinter verdeckter Hand auch auf die eigenen GFGH-Aktivitäten zurückgeführt. Die Drinkport-Sparte ist zwar neutral, aber immer auch loyal.

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