Breite Kluft zwischen Energie- und Erzeugerpreisen einer- und Nahrungsmittelpreisen andererseits: Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sanken die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Juli 2023 satte 6,0 % gegenüber Juli 2022. Nahrungsmittel waren aber 9,2 % teurer als im Vorjahr.
Eigentlich eine gute Nachricht: Energie war im Juli 2023 um 19,3 % billiger als im Vorjahresmonat; gegenüber Juni 2023 sanken die Energiepreise um 2,5 %. Die Preise für Strom fielen gegenüber Juli 2022 um durchschnittlich 30,0 % (-4,1 % gegenüber Juni 2023). Erdgas kostete im Schnitt 16,2 % weniger als im Juli 2022. Mineralölerzeugnisse waren im Juli 2023 um 16,6 % billiger als im Juli 2022, gegenüber Juni 2023 stiegen diese Preise um 1,1 %. Die Preise für Kraftstoffe sanken um 11,3 % (+1,2 % gegenüber Juni 2023). Ohne Berücksichtigung der Energiesparte zogen die Erzeugerpreise im Juli 2,0 % gegenüber Juli 2022 an, sanken gegenüber Juni 2023 aber um 0,4 %.
Bei den Verbrauchsgütern können Käufer von solchen Zahlen vorerst nur träumen: Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Juli 2023 um 8,1 % höher als im Juli 2022 und blieben gegenüber Juni 2023 unverändert. Nahrungsmittel waren 9,2 % teurer als im Vorjahr. Besonders stark stiegen die Preise für Zucker (+87,5 %). Verarbeitete Kartoffeln kosteten 32,2 % mehr als im Juli 2022, Schweinefleisch 32,0 %. Obst- und Gemüseerzeugnisse waren 18,5 % teurer als ein Jahr zuvor, flüssige Milch und Rahm dagegen nur noch 0,1 %.


