Die Äpfel hängen im Emsland wieder höher. Nach einem Verlust von 5,9 Mio Euro im 2012 meldet der Berentzen-Konzern für 2013 ein Ergebnis von 2,9 Mio Euro. Doch gemach, gemach: Ins Positive gedreht hat den seit Jahren leidenden Konzern im wesentlichen Pepsi. Für die vorzeitige Auflösung des Konzessionsvertrages sind offenbar doch etliche Millionen geflosssen. Denn aus dem operativen Gechäft gab es einen Mini-Schub von 800.000 Euro (von 0,2 auf 1 Mio Euro). Nur ein kleiner Tropfen, gemessen an dem durch die Einmalzahlung um immerhin um knapp 9 Mio Euro verbesserten Ergebnis. Der Umsatz blieb mit 73,2 Mio Euro in etwa stabil.
Dabei soll der Absatz von Berentzen um 9% und der von Puschkin um 6 % gestiegen sein. Auf beide Marken konzentriert sich Konzernchef Frank Schübel nun in der dritten Phase nach dem Erwerb durch den Finanzinvestor Aurelius. Der hatte zunächst versucht, Berentzen zu verkaufen. Die weit fortgeschrittenen Gespräche mit der Oetker-Tochter Henkell scheiterten an Preisfragen, aber auch daran, dass es noch keinen squeeze-out der freien Aktionäre gab. Dann machte sich Aurelius auf die Pirsch nach Zukäufen, wissen INSIDER. Doch auch der Plan ging nicht auf.
Nun wird konsolidiert. Die Rückbesinnung auf Berentzen und Puschkin und die Korrektur der großspurigen Auslandspläne von Schübels Vorgänger Stefan Blaschak greifen im Kleinen. Was drückt, ist immer noch ein schwieriges, weil großteils nicht gewinnbringendes Handelsmarkengeschäft.


