Während hierzulange kein Mensch die frühere Bundesdrogenbeauftrage Sabine Bätzing, die Spirituosenindustrie (oder/und AB Inbev) unter Islamismus-Verdacht stellen würde, weil sie Schwangeren-Piktogramme als Warnung auf die Flaschenetiketten drucken wollten bzw. lassen, geschieht genau das in der Türkei. Dort hat die religiös-konservative Regierung unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan soeben eine Regelung erlassen, nach der alkoholische Getränke künftig mit Warnhinweisen wie eben Piktogrammen versehen werden müssen, die Jugendliche, Schwangere und Autofahrer warnen sollen. Außerdem muss der rot umrandete Spruch "Alkohol ist nicht Dein Freund" auf den Etiketten stehen - vergleichbar mit der auf deutschem Bier angebrachten Warnung "Don´t drink and drive".
Die Regierung in Ankara begründet die Maßnahmen mit dem Gesundheits- und Jugendschutz; die Opposition hingeben läuft Sturm und führt die bereits erwähnte Gefahr einer schleichenden Islamisierung ins Feld.


