Der weltgrößte Brauer AB Inbev denkt offenbar über einen drastischen Stellenabbau in der Region Westeuropa nach. Nach einem Bericht der belgischen Tageszeitung LeSoir soll Westeuropa nach dem Absatzminus der ersten neuen Monate (-5,6%) kostenmäßig verschlankt werden.
In der AB Inbev-Zentrale in Leuven kursierten Gerüchte, wonach bis zu 30% der westeuropäischen Jobs gestrichen werden könnten. Das Kostenprogramm hat bereits einen Namen: Projekt "Towering".
In der Region Westeuropa arbeiten 8.000 Menschen, davon über 3.000 in Deutschland.
Als Signal für einen verschärften Kostenkurs werten Mitarbeiter auch die Auswahl des neuen Westeuropachefs. Zum Nachfolger von Alain Beyens, der vor einem Monat urplötzlich das Feld räumte, wurde Jo Van Biesbroeck ernannt. Der 53-Jährige ist ein absolutes Interbrew-Urgestein, das seine Geburtstadt und Uni-Stadt Leuven nie verlassen hat; während seiner über 30-jährigen Interbrew-Karriere war Van Biesbroeck jedoch fast ausschließlich im Finanzbereich tätig, sodass jetzt ein Controller auf dem Chefsessel für Westeuropa sitzt und die Fäden beim Projekt "Towering" in der Hand hält. (8.12.2009, 12.00 Uhr)



