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Neuer Marketing-Trouble für Bionade

Szene einer Ehe: Albert Christmann, Peter Kowalsky

Nach der Entscheidung der Radeberger Braugruppe, ihre Neuerwerbung Bionade aus dem Sponsoring der Anti-Gentchnik-Veranstaltung "Rock for Nature" vor rund einer Woche in Berlin zurückzuziehen, beschert Peter Kowalsky derzeit mehr Arbeit, als ihm lieb sein dürfte. Wiewohl es bei dem "Sponsoring" schon immer nur um einen eher symbolischen Beitrag ging, ächzt die Fangemeinde seit Tagen vor allem in diversen Online-Foren auf; auch auf der Facebook-Seite von Kowalsky, der von Radeberger unlängst zum reinen Marketing-Mann in Sachen Bionade zurechtgestutzt wurde, schießen sich Überzeugungskonsumenten und Gelegenheitskäufer auf die auf rund 230.000 hl abgeschmierte Bio-Limo ein.

 

Kowalsky immerhin macht das Beste draus (was ihm neben der prinzipiellen Kritik auch Anerkennung einbringt): Auf der Bionade-Website geht Kowalsky in die Offensive - wobei ihm offenbar klar ist, dass er grade noch mal an einem Marketing-GAU vorbeigeschrammt ist: "Diese Diskussion tut mir weh und macht mich tief nachdenklich, weil sich unsere Haltung nicht verändert hat. Bionade ist Bionade und bleibt es auch." Was das konkret bedeutet, sagt Kowalsky - der den von Radeberger auferlegten Eiertanz auch bei Facebook immerhin aufrecht erledigt - nicht; zuletzt bittet er "um Nachsicht. Fehler passieren leider. Und manchmal ist es gut, wenn andere einen darauf hinweisen."

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