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Neue Strafzölle auf US-Spirituosen

Der Handelsstreit zwischen USA und Europa geht in die nächste Runde. Die EU hat ihrer Ankündigung vom Montag (9.11) schon einen Tag später Taten folgen lassen. Sie verhängt für viele Produkte vom Ketchup, über Traktoren, Getränken bis hin zu Nüssen Strafzölle in Höhe von 25 %, für Luftfahrtprodukte von 15 %. Bei Getränken sind Spirituosen wie Wodka, Brandy und Rum betroffen.

Die Industrie ist beiderseits des Atlantiks nicht glücklich über die Entscheidung. Ursache sind Auseinandersetzungen zwischen der EU und der USA wegen unerlaubter Subventionen für Boeing und Airbus. Schlichtungsversuche führten zu keinem Ergebnis. Die USA hatten Sonderabgaben auf europäische Produkte wie Wein aus Deutschland und Frankreich, Parmesan aus Italien oder Olivenöl aus Spanien eingeführt. Schlichter kamen nicht voran. Jetzt zieht die EU durch. 

Der Schaden auf beiden Seiten des Atlantiks ist bereits jetzt immens. Die Spirituosenbranche machte laut Spirits Europe durch die vor einem Jahr eingeführten US-Zölle Verluste zwischen 28% (Liköre) und 34% (Scotch Whisky). Weinexporte gingen gar um 54% zurück. In ähnlicher Weise sind die USA betroffen: Die EU hat 2018 als Reaktion auf die US-Zölle auf Stahl und Aluminium einen Strafzoll in Höhe von 25% auf Bourbon und andere US-Whiskeys eingeführt, was zu einem 41-prozentigen Rückgang der amerikanischen Whiskey-Exporte in die EU geführt hat.

 

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