Mit einem Boykott von Nestlé-Getränken ist der fünf Angestellte kleine Getränkehandel Grözinger im baden-württembergischen Ostelsheim schlagartig bundesweit berühmt geworden. Am 17. Februar postete der Händler via Facebook die Mitteilung, man werde "aus aktuellem Anlass (...) alle Produkte, die zum Nestlé-Konzern gehören, aus dem Programm nehmen. Von den Marken Vittel, Perrierund Nesteahaben wir uns schon vor einiger Zeit getrennt... nun folgt auch San Pellegrino !! Ebenso wird es in unserer kleinen Süßigkeitenauswahl auch kein KitKat oder Nuts mehr geben.."
Irgendwie geht es Grözinger dabei um die "Ungerechtigkeiten auf dieser Welt". Binnen 36 Stunden teilten 1000 Menschen den Beitrag, über 80.000 wurden erreicht - passenderweise zeitgleich zu einem von der Edeka verhängten Bestellstopps für Nestlé-Produkte (in diesem Fall allerdings nicht wegen Ungerechtigkeiten in der Welt, sondern wegen der von Edeka als ungerecht empfundenen Einkaufskonditionen).
Mittlerweile ist die Resonanz dem 1960 von Gotthilf Grözinger und seiner Ehefrau Elisabeth gegründeten Handel schon wieder fast unheimlich geworden. Mit einem neuen Eintrag bei Facebook versuchen die Verantwortlichen die Wogen zu glätten: "Wir hatten keinesfalls eine bessere Publicity oder sogar eine Gewinnung von Neukunden im Sinn, sondern sind absolut überrascht von der Reichweite und der überwiegend positiven Resonanz. Das zeigt uns, dass unser Handeln doch auch richtig verstanden wird."
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