Außer Spesen nix gewesen: Ein kalter, regnerischer April hat den deutschen Brauern ordentlich das Geschäft vermiest. Der Bierabsatz rauschte laut heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen im Vergleich zum Vorjahres-April um satte 7,2 % in den Keller. Wegen der Ostertage hatte der April diesmal drei Arbeitstage weniger (dafür aber auch drei klassische Verzehrtage mehr).
<link fileadmin user_upload pdf bierabsatz_april_2017.pdf _blank>Die Zahlen in der Übersicht
Interessant an den Zahlen: Der Inlandabsatz hielt sich mit -3,7 % noch vergleichsweise moderat, richtig in den Keller ging es dagegen beim Export: -20,5 %, ein massiver Einbruch. Noch schlimmer sieht es bei expliziten Blick auf den Export in Drittländer aus: - 27,8 %. Bislang gab es dort immer die größten Zuwächse. Noch im März war der Export in Drittländer das einzige Wachstumssegment; im April 2016 verzeichnete der Bereich ein Plus von 36,2 %. Den diesjährigen Rückgang führen Hersteller auch auf das späte Osterfest zurück. Positiv gestimmt könnte man sagen: Die Exportflaute korrigiert diesmal das extreme Export-Hoch im Vorjahres-April.
Doch entscheidend ist unterm Strich, und da sieht es nicht rosig aus: Durch den massiven Einbruch geraten die bis Ende April aufgelaufenen Zahlen ins Rutschen. -6,2 % beim Export generell, - 4,9 % beim Export in Drittländer. Im Inland steht ein Minus von 3,0 %, gesamt ergibt sich ein Minus von 3,6 %. Das sind 1,03 Mio hl weniger - binnen vier Monaten, davon knapop 340.000 hl im Export.
Wie schon im März folgen die Biermischungen auch diesmal nicht dem Negativtrend beim Bier und verbessern sich um 3,7 %. Aufgelaufen steht damit ein Plus von 1,9 %.



