In der Schweiz hat der Discounter Lidl entschieden Gerüchte zurückgewiesen, er wolle sich aus dem eidgenössichen Geschäft wieder verabschieden. Der "Tagesanzeiger" hatte berichtet, Lidl "prüfe" einen Rückzug. Der Konzern ließ dazu verlautbaren, das sei falsch, vielmehr sei ein Rückzug ausgeschlossen, und die "geplante Expansion wird realisiert."
Vor zwei Wochen war Lidl-Schweiz-Chef Andreas Pohl, 42, durch Matthias Oppitz, 34, ersetzt worden. Branchenbeobachter bewerten Lidls Position in der Schweiz als schwierig; der deutsche Discounter habe nur ein einziges Verteilzentrum in Weinfelden, zudem stünden nicht weniger als 14 bereits fertig gestellte Lidl-Filialen noch leer. Der "Blick" zitiert mit Andrea Jerger die Detailhandelexpertin der Juso Kanton Zürich mit der Aussage, bei Lidl Schweiz litten die Mitarbeiter unter dem viel zu schnellen Wachstum "und dem Druck von oben".


